| Art Angelo - Cavures |
Am Ende des Durchgangs ist Licht
Ockerpigmente auf Seidenpapier
Bild gerahmt: 50x60 cm Der Boden ist trocken und sandig. Weich trete ich auf. Die Wände sind wie Schmirgelpapier. Ihre Kanten sind im Laufe der Zeit abgenutzt und dadurch abgerundet. Die Räume sind warm, nicht zuletzt durch die Einfärbung des Sandsteines. Das Licht im Hintergrund grüßt freundlich und einladend. |
Aussicht
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Eingang einer Höhlenwohnung an der Loire
Ockerpigmente auf Seidenpapier
Bild gerahmt: 50x60 cm Ein warmes Licht nimmt mich in Empfang und fordert mich auf einzutreten. Es sieht sehr einladend aus und ich habe keine Scheu, mich zu nähern. Was mag dies für eine Beleuchtung sein? Ein offenes Feuer, Fackeln oder Kerzen? Jemand wartet auf mich. Ein geschützter Raum ist für mich da. |
Gouffre du Proumeyssac
Bild gerahmt: 50x60 cm
Ein Höllenschlund an der Dordogne. Hier ist keine bequeme Befahrung möglich. Der Abgrund öffnet sich dort, wo bei einer Käseglocke der Knauf ist. Und darunter ist die riesige Halle mit einem See auf dem Grund. Der einzige Zuweg war früher gewährleistet durch das Hinunterlassen eines Korbes. Noch heute ist diese Situation nachgebildet und nachvollziehbar. Die Damen und Herren um 1900 ließen sich in ihrem wenig geeigneten Outfit voller Schauder und Grusel hinuntergleiten. Dies verursachte zur damaligen Zeit sicher den besonderen Kick. Dieses Bild war im Jahr 2004 das Titelbild auf den Mitteilungen der Höhlen- und Karstforscher. |
Grotte Chauvet
Ockerpigmente auf Seidenpapier
Bild gerahmt: 60x70 cm Was soll man zu diesem Wunder sagen? Geniale Malereien an den Wänden und Decken von Menschen, die man allgemein für primitiv hielt oder auch noch hält. Mit welcher Delikatesse werden die Formen dem Untergrund angepasst . Es ist unmöglich, dieses Juwel im Original zu sehen und zu bewundern. Zu empfindlich ist das Areal der Höhle. Also muss ich mir meine eigene Grotte schaffen. Dabei mache ich Anleihen bei den vorzeitlichen Künstlern- in aller Bescheidenheit und Hochachtung. |
Höhlenausgang
Bild gerahmt: 50x60 cm
Die letzten Meter, die mich vom Sonnenlicht trennen, liegen vor mir. Fast habe ich es geschafft. Ich kann mich so recht nicht trennen, nicht losreißen von den Erlebnissen, die hinter mir liegen. Da war eine sehr unangenehme Kriechstrecke auf sehr feuchtem Untergrund- aber danach- unglaublich. Eine Fülle von feinsten Tropfsteinen erstrahlte im Licht meiner Karbidlampe. Ich musste den Atem anhalten. Und jetzt soll das wieder vorbei sein? Ich zögere den Abschied noch ein wenig hinaus. |
HöhlendorfBild gerahmt: 50x60 cm Im jugoslawischen Karst sind um ein Höhlenportal einige Häuser wie Adlerhorste gruppiert. Je nach Tagesbeleuchtung kann man den Felsen nicht von den Mauern unterscheiden. Mit bewundernswerter Geschicklichkeit ist es den Bauherren gelungen, auf kleinsten Vorsprüngen Steine zu Mauern zu verankern. Der Weg dorthin ist nicht ungefährlich, besonders wenn Feuchtigkeit auf den Steinen ist und sei es nur der Morgentau. Dann ist es auf den Kalksteinen wie Seife unter den Füßen. Unten am Grunde der Felsen tobt ein Wildwasser um riesige Felsbrocken. |
Höhlenportal
Bild gerahmt: 60x70 cm
Draußen wabert die flirrende, trockene Luft. Es ist um die Mittagszeit in den Ausläufern der Cevennen, mitten im Sommer. Es duftet nach Kräutern und warmen Zapfen. Das Betreten des Höhlenportals ist angenehm. Die Luft, in die ich eintauche, ist etliche Grade kühler und frischer. Die Höhle bietet keine großen Sensationen, ist aus meiner Erinnerung verschwunden. Das Portal jedoch bleibt von großer Bedeutung. Licht und Dunkelheit, Wärme und Kälte, Sicherheit und Gefahr stoßen hier aufeinander. |