Art Angelo - Cavures
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                        In der Nische ist es dunkel

                        Ockerpigmente auf Seidenpapier
                        Bild gerahmt: 60x70 cm


                        Ein Zimmer, über Stufen zu erreichen? In der Dunkelheit ist nicht zu erkennen, was mich erwartet.Hier ist schon lange niemand mehr gewesen. Spinnweben haben sich gebildet und wehen im Luftzug. Wer hat hier in den weichen Stein Struktur gebracht um Wohnraum zu schaffen? Was waren das für Menschen, die hier gehaust haben? Es sieht durchaus nicht primitiv aus. Die rostroten Ockerfarben des Steines strahlen warm. Wenn nicht diese verunsichernde Dunkelheit wäre, die mich dennoch lockt.






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                        Konglomerat

                        Einarbeitung von Bernstein
                        Bild gerahmt: 60x70 cm


                        Bernstein- harzige Tränen des Baumes. Sie wurden Teile von Schmuckstücken unserer Vorfahren und gehütet wie ein Schatz. Jetzt liegen sie eingebettet auf einem undefinierbaren aber hellem Untergrund aus warmen Ockerfarben. Man könnte Mauern oder Wände erahnen. Es können aber auch nur emporstrebende Linien sein.




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                        Modrige Luft


                        Acryl auf Seidenpapier
                        Bild gerahmt: 60x70 cm


                         Es ist tatsächlich ein absoluter Grenzbereich- so ein Höhlenportal. Kommt man von einer Tour zurück- aus einer feuchtigkeitsgesättigten Luft, die nach Keller riecht, so trifft mich der Schlag am Ausgang. Meistens kommt von draußen heiße und trockene Luft, die einem den Atem nimmt. Die Tour war anstrengend und ich bin geschafft. Dieser Grenzbereich ist wie geschaffen für ein zur Ruhe kommen, bevor man Abschied nimmt. Dieser Abschied fällt oft schwer, da man nicht weiß, wann sich die nächste Gelegenheit bietet. Also, hinaus in die Helligkeit und raus aus der Stille.


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                        Zeitgleich mit dem Crô-Magnon

                        Stoffe und Fundstücke
                        Bild gerahmt: 50x60 cm

                         Spuren der Frühzeit des Menschen, Relikte eines Tieres, Auge in Auge mit dem Menschen, sandige Ockerflächen, rau bei der Berührung. Es gibt keinen festen Bezugspunkt, die Beziehungen sind angedeutet aber nicht verbindlich. Lediglich die dunkelblaue Fläche bietet eine solide Grundlage an, von der aus sich das Bild entwickeln mag- als Angebot.


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                        Roque Gageac an der Dordogne
                        Acryl auf Seidenpapier
                        Bild gerahmt: 50x60 cm

                        Hoch über dem Fluss erheben sich steile Felsen in den Himmel. An sie schmiegen sich die kleinen Häuschen des Ortes. In den Spalten, Ritzen, Vorsprüngen und Höhlungen der Felsen befinden sich kleine Räume mit Fenstern und Mauern, die in Zeiten der Belagerung als Refugium dienten, aber auch in Friedenszeiten als Wohnraum genutzt wurden. Wer will in dieser schwindelerregenden Höhe ausharren? Hier ist eigentlich das Territorium für Raubvögel, die hier ungestört ihre Nester bauen und ihre Jungen großziehen können.







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                        Schöner Wohnen

                        Ockerpigmente auf Seidenpapier
                        Bild gerahmt: 50x60 cm

                        Ein Gîte de France der Vergangenheit. Ein einladendes Entrée.
                        Freundliche warme Farben, gefällige Formen. Dieser Eingang ist liebevoll gestaltet worden und wirkt tatsächlich nicht trostlos sondern durchaus einladend. Beim Näherkommen sehe ich die Spuren der Vergänglichkeit. An vielen Stellen bröckelt der poröse Stein. Ab und zu ist die Wand herausgebrochen, die Steinbrocken sind auf der Erde verstreut. Im Innern sind auf dem Boden die Reste einer Feuerstelle zu sehen. Verkohlte Holzscheite riechen noch nach Rauch. Kronkorken liegen daneben. Da hat dieses Gîte also auch noch heute seine Bedeutung als Unterkunft.





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                        Unterirdischer Steinbruch


                        Gouache auf Seidenpapier
                        Bild gerahmt: 50x60 cm

                        Abgezirkelte waagerechte und senkrechte Wände aus Sandstein, Gänge, die immer tiefer in den Berg führen. Die Wände sind zum Teil bemoost oder mit Flechten überzogen. Andere sind glatt und fühlen sich ein wenig wie Schmirgelpapier an. Durch die Beleuchtung meiner Stirnlampe bilden sich lange Schatten in Winkeln und Ecken, die sich ständig durch meine Bewegung verändern. Vor meinem Mund bleibt die Atemluft in Wolken stehen. Ich freue mich schon auf die Wärme, die mich draußen erwartet.





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                        Eishöhle


                        Es gibt Höhlen, in denen ich friere. Nicht, weil es in ihnen so kalt ist. Meist beginnt man nach kurzer Zeit aufgrund der Anstrengung eh zu schwitzen. Nein, ich friere, weil mir die Höhle feindlich begegnet. Ich habe das Gefühl, Eindringling und nicht willkommen zu sein. Dann können noch so schöne Konkretionen Decke und Wände schmücken. Ich bin froh, wenn ich wieder am Tageslicht bin.

                        Bild gerahmt: 60x70 cm


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