| Art Angelo - Cavures |
Wohnetagen
Bild gerahmt: 60x70 Bei den Wohnetagen stehe ich vor der beleuchteten Treppe, die mich auffordert emporzusteigen, um die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Diese verstecken sich glücklicherweise nicht im völligen Dunkel, sondern öffnen sich auf verschiedenen Ebenen im warmen Licht. Dieses Licht ist reine Phantasie , Wunschdenken und keine Wirklichkeit. So war es vielleicht früher, als diese Räume von Zuflucht Suchenden bewohnt waren. Beleuchtung durch Fackeln, vielleicht auch wärmendes, offenes Feuer. Die Etagen überschneiden sich, sind nicht zuzuordnen, nicht zu trennen.An Farbgebung kommen vorwiegend warme Ockertöne zum Tragen, die die Erdhaftigkeit verkörpern. Lediglich in der Mitte befindet sich ein kaltes Blau rund um einen dunklen Eingang, der ein wenig unheimlich wirkt. Will der Besucher jetzt eintreten, oder lässt er sich von der Unordnung der Architektur abstoßen? |
Grotteneingang
Bild gerahmt: 50x60 Der dunkle, geschwungene Eingang zieht mich magisch an. Um hierhin zu gelangen, musste ich Stacheldraht überwinden. Nicht immer ist der Zugang gestattet aus Gründen der Einsturzgefahr. Bevor ich eintrete, untersuche ich das Gestein sorgfältig auf Stabilität. Es sind keine Risse zu entdecken, auch liegen keine Gesteinsbrocken auf der Erde. So dringe ich ein in die Dunkelheit, die mich umfängt. Was wird mich erwarten? |
Aufgehobene Schwere
Bild gerahmt: 50x60 Tonnen lasten auf Säulen und Wänden. Eigentlich müssten die Steine bersten. Aber mittelalterliche Statik hält sie zusammen. Wenn das Licht durch die Fenster in das Innere hereinströmt, dann werden Säulen und Wände transparent, leicht und filigran. Das Licht durchflutet den Chor und die Architektur scheint zu schweben. Die eindringenden schrägen Lichtstrahlen zaubern zusätzliche Linien, die sich harmonisch mit den vorhandenen vereinen. |
Cathédrale des Images
Bild gerahmt: 50x60 Riesenhohe gesägte, senkrechte Wände, würfelförmige, verschachtelte Gänge in gelblichem Sandstein. Die Stimmen der Besucher hallen, kommen näher und verschwinden im Dunkel. Mit Projektoren werden riesenhafte, die ganzen Wände füllende Photos an die Senkrechten geworfen, die jede Minute wechseln: übersimensionale Gesichter, Wasser, Pflanzen- all dies verbindet sich mit der Projektionswand, dem Stein. Der unterirdische Steinbruch ist ausgelaugt, hat seine Aufgabe erfüllt. Er wechselt in eine neue Dimension und wird erneut beseelt. Der Blick geht unstet hin und her und verliert die Orientierung. Man glaubt, durch ein ständig sich veränderndes Kaleidoskop zu schauen. |
Wässrige Höhle
Bild gerahmt: 50x60 Ein Sims,verlängert durch einen schmalen Steg, macht es möglich,trockenen Fußes durch die immense Höhle zu gelangen. Tief unten gluckert ein unterirdischer Fluß. Wohin mag er fließen? Er verschwindet irgendwo zwischen den Felswänden in der Dunkelheit. In dieser luftigen Höhe über dem Abgrund fühlt man sich sehr klein und ungeschützt. Es gilt dennoch, den Abgrund und die Angst zu überwinden um wieder das freundliche wärmende Tageslicht zu erreichen. Dies kann man nicht alleine bewältigen, sondern ist auf ein zuverlässiges Team angewiesen, welches besonnen und umsichtig das gleiche Ziel verfolgt. |
ErhellungBild gerahmt: 50x60 Über Stufen gelange ich zum Licht. Die Stufen besitzen eine unterschiedliche Struktur , Stofflichkeit und Farbe. Sie müssen überwunden werden, um das leuchtende Portal zu erreichen, welches einem Tunnel gleicht. Auf den Stufen, die aufwärts führen befinden sich verschiedene Gegenstände aus gegenteiligen Materialien. Ihre Gemeinsamkeit liegt in ihrer organischen Herkunft |
Fund in Blau 1
Bild gerahmt: 50x60 cm
Eine Wanderung ins Blaue und dann Funde. Eine steinzeitliche Nadel mit einem Faden aus Hanf. Wo soll die denn wohl herkommen? Da ist doch wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Dafür entschädigen die anderen Funde, die tatsächlich uralt sind, wie die Trilogie der Ammoniten und der Stein aus dem Flussbett der Viss. |